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MET im Notfall – wenn zwei Minuten Klopfen einen Unterschied machen

Manchmal erlebt man Situationen, in denen man ganz plötzlich froh ist, eine Methode zu kennen, die man jederzeit und überall anwenden kann.

So ging es mir gestern bei einer Motorradtour.

Eine Motorradtour mit unerwarteter Unterbrechung

Ich war mit fünf anderen Frauen unterwegs. Zwei von ihnen sind 76 Jahre alt. Und beide fahren ganz selbstverständlich Motorrad.

Wir waren ungefähr 130 Kilometer von zu Hause entfernt, als bei einer dieser beiden Damen plötzlich das Motorrad nicht mehr ansprang.

Die Batterie hatte das zeitliche gesegnet.

Also riefen wir den ADAC.

Während wir warteten, saßen wir in einer Gaststätte und bekamen sogar einen Eiskaffee spendiert. Es war relativ schnell klar: Das Motorrad würde heute nicht mehr weiterfahren.

Nun musste also eine andere Lösung her.

Die zweite 76-Jährige nahm die liegengebliebene Fahrerin kurzerhand als Beifahrerin auf ihrem großen Motorrad mit.

Und weiter ging die Fahrt.

Plötzlich geht es Inge richtig schlecht

Etwa 45 Minuten später machten wir eine Pause.

Und da ging es Inge plötzlich richtig schlecht.

Sie war sehr blass, schwitzte und ihr war übel. Sie wirkte auch etwas verwirrt.

Wir überlegten schon, einen Krankenwagen zu rufen.

Und natürlich ist das in so einer Situation auch richtig. Wenn jemand plötzlich solche körperlichen Beschwerden bekommt, sollte das ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.

Gleichzeitig dachte ich:

Ich habe da noch etwas, das ich ausprobieren kann.

Ich nahm ihr den Helm ab, öffnete ihre Jacke und sagte:

„Wir zwei klopfen jetzt.“

„Wir zwei klopfen jetzt“

Ich begann mit ihr zu klopfen.

Dabei stellte ich ihr eine ganz einfache Frage:

„Wie fühlst du dich gerade? Sag es bitte in einem Satz.“

Das war gar nicht so leicht.

Also gab ich ihr ein paar mögliche Sätze:

„Mir ist es zu lang.“

„Mir ist es zu viel.“

„Ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe.“

Und dann kam mir noch etwas in den Sinn:

„Ich bin genervt.“

Darauf reagierte sie sofort.

„Ja. Ich bin genervt.“

Das war es.

Wir klopften weiter.

Vielleicht zwei Minuten.

Danach war ihr zwar noch übel und sie wollte erst einmal nicht weiterklopfen.

Also ließen wir es dabei. Es ging ihr aber schon deutlich besser und sie war bereit, wieder aufs Motorrad zu steigen. 

So fuhren wir weiter und brachten unsere Motorradtour tatsächlich zu Ende.

Was mich am nächsten Morgen besonders gefreut hat

Am nächsten Morgen schaute ich in unsere WhatsApp-Gruppe.

Inge hatte dort einen längeren Text geschrieben und sich bei allen für die Unterstützung bedankt.

Und dann stand da:

„Ein besonderer Dank geht an Verena fürs erfolgreiche Klopfen.“

Ich musste lächeln.

Und ich habe mich wirklich darüber gefreut.

Denn solche Situationen erinnern mich wieder daran, warum ich MET so gerne anwende.

MET ist nicht an einen Therapieraum gebunden

MET ist eine Methode, die man einfach dabeihaben kann.

Ich brauche dafür keinen Therapieraum.

Ich brauche kein besonderes Gerät.

Und ich kann die Klopftechnik auch in einer ganz normalen Alltagssituation einsetzen.

Auf einer Motorradtour zum Beispiel.

Oder irgendwo unterwegs, wenn plötzlich etwas passiert und die eigenen Gefühle sehr stark werden.

Gerade dann kann es hilfreich sein, eine Methode zu kennen, mit der man unmittelbar etwas tun kann.

Natürlich ersetzt MET keinen Arzt und keinen medizinischen Notdienst.

Wenn jemand plötzlich starke oder ungewöhnliche körperliche Beschwerden hat, muss das medizinisch abgeklärt werden. Auch bei Inge wäre es absolut richtig gewesen, einen Krankenwagen zu rufen, wenn sich ihr Zustand nicht verbessert hätte oder wir uns unsicher gewesen wären.

Für mich war in diesem Moment aber wieder sichtbar, dass die emotionale Belastung eine Rolle spielte. Und genau dort konnte ich mit MET ansetzen.

Und wieder einmal wurde mir bewusst, wie wertvoll es sein kann, eine Methode zu kennen, die man jederzeit anwenden kann.

Manchmal reichen zwei Minuten Klopfen, um einen Unterschied zu spüren.

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