MET-Klopftherapie

Ein moderner, prozessorienter Ansatz zur Regulation emotionaler Belastungen

Die MET-Klopftherapie ist der energetischen Psychologie zuzuordnen und orientiert sich unter anderem an Konzepten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Auch bekannt unter Bezeichnungen wie EFT (Emotional Freedom Techniques), Tapping oder Klopfakupressur wird die Methode international angewendet.

Wie funktioniert die MET Klopftechnik?

Was wir bewusst wahrnehmen, kann reguliert werden

Gezielte Stimulation bestimmter Körperpunkte

Bestimmte Akupressurpunkte am Körper werden sanft mit den Fingern beklopft. Diese Punkte stehen in Bezug zu Konzepten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Mentales Einstimmen auf das Thema

Während des Klopfens stimmst du dich mental auf dein zu bearbeitendes Thema ein. Du denkst an die belastende Situation, das Gefühl oder die Emotion und sprichst einen passenden Formulierungssatz aus.

Regulation emotionaler Aktivierung

Die Kombination aus fokussierter Aufmerksamkeit und rhythmischer Stimulation kann dazu beitragen, emotionale Aktivierung und innere Anspannung zu reduzieren.

Ziel ist eine verbesserte Selbstregulation im Umgang mit belastenden Emotionen.

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Das Zwiebelprinzip: Schicht für Schicht zur inneren Ursache

Die Arbeit mit MET lässt sich mit dem Schälen einer Zwiebel vergleichen: Schrittweise werden verschiedene Ebenen eines Themas bewusst zugänglich. Was zunächst wie ein klar umrissenes Problem erscheint, zeigt bei genauerem Hinsehen häufig weitere emotionale Zusammenhänge.

Äußere Schicht

Das aktuell wahrgenommene Symptom oder Problem

Mittlere Schichten

Zugrunde liegende Emotionen, Überzeugungen oder prägende Erfahrungen

Kern

Tiefer verankerte emotionale Muster und automatisierte Reaktionen.

Die wichtigsten MET-Klopfpunkte

Bei der MET-Klopftherapie werden folgende Klopfpunkte in einer bestimmten Reihenfolge beklopft.

1. Schläfe

Auf dem Knochenbereich neben dem äußeren Augenwinkel.

2. Augenbraue

Am inneren Ende der Augenbraue, nahe dem Nasenansatz.

3. Unter dem Auge

Auf dem Knochen direkt unterhalb dem Auge.

4. Unter der Nase

In der Mitte zwischen Nase und Oberlippe

5. Kinn

In der Vertiefung zwischen Unterlippe und Kinn.

6. Schlüsselbein

Etwa 2–3 cm unterhalb und seitlich des Schlüsselbeins (beidseitig beklopfbar).

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Schnelle Unterstützung

Gamut-Punkt (häufig auch als „EFT-Notfallpunkt“ bezeichnet)

Der Gamut-Punkt befindet sich auf dem Handrücken, in der Vertiefung zwischen Ring- und kleinem Finger, etwa zwei Zentimeter hinter den Fingerknöcheln.

Wann kann er eingesetzt werden?

Anwendung

Den Punkt für etwa 30–60 Sekunden sanft und rhythmisch beklopfen, während die Atmung ruhig und gleichmäßig fließt.

Kopf

Strukturierte Anleitung zur MET-Klopftechnik

Eigenständige Anwendung zur Unterstützung der Selbstregulation

1.
Beispiel: "Angst diese Präsentation zu halten"
Das Thema identifizieren

Was belastet dich gerade? Welches Gefühl möchtest du thematisieren?

2.
Beispiel: "Meine Angst ist eine 8"
Die Intensität einschätzen (Belastungsskala)

 

Bewerte die aktuelle Intensität auf einer Skala von 0–10:

0 = keine Belastung
10 = maximal vorstellbare Belastung

Diese Einschätzung dient der bewussten Selbstwahrnehmung und Verlaufskontrolle.

3.
„Auch wenn ich Angst habe, diese Präsentation zu halten, liebe und...
Der Selbstannahme-Satz

 

Beklopfe sanft deine Handkante und wiederhole 3 x den Satz :

"Auch wenn ich diese [Angst vor...] habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin."

4.
"Meine Angst, diese Präsentation zu halten"
Die Klopfsequenz

Beklopfe nacheinander alle Punkte (2-7x pro Punkt) und sprich einen kurzen Erinnerungssatz, z. B.:

„Meine Angst, diese Präsentation zu halten“

1. Augenbraue

2. Schläfe

3. Unter dem Auge

4. Unter der Nase

5. Kinn

6. Schlüsselbein

5.
Beispiel: "Die Angst ist jetzt nur noch eine 3"
Erneute Bewertung

Bewerte erneut die Intensität auf der Belastungsskala.
Beobachte mögliche Veränderungen.

6.
Passe die Sätze an: "Meine restliche Angst..."
Weitere Runden

 

Passe den Satz gegebenenfalls an, z. B.:

„Meine restliche Angst …“

Wiederhole die Klopfsequenz bei Bedarf. Ziel ist die schrittweise Reduktion der emotionalen Aktivierung.

Wichtiger Hinweis

Die MET-Klopftechnik dient der Selbstregulation. Sie ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. Bei anhaltenden, stark belastenden oder traumatischen Themen ist professionelle Unterstützung empfehlenswert.

MET-Sätze richtig formulieren

Die Formulierungssätze bilden die Grundlage der MET-Klopftechnik.

Grundregeln für MET-Sätze

Spezifisch statt allgemein

Beschreibe das Thema möglichst konkret.
Statt: „Ich habe Angst.“
Besser: „Meine Angst vor der Präsentation morgen.“

Im Hier und Jetzt

Formuliere in der Gegenwart
"Diese Anspannung, die ich gerade in mir spüre ..."

Emotional ehrlich

Benenne das tatsächliche Gefühl – nicht das, was angemessen erscheinen sollte.
„Auch wenn ich starke Unsicherheit empfinde …“

Mit Selbstakzeptanz

Der zweite Teil des Satzes drückt eine Form von Selbstakzeptanz aus.
„Auch wenn ich diese Angst habe, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“

Beispiele für gut formulierte Sätze

Bei Anspannung, z.B. vor einer Präsentation

„Auch wenn ich diese Enge in der Brust spüre, wenn ich an die Präsentation denke, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“

Bei Ärger, z. B. im beruflichen Kontext

„Auch wenn ich mich über das Verhalten meines Kollegen ärgere und mich das belsastet, bin ich in Ordnung so wie ich bin.“

Bei Selbstzweifeln

„Auch wenn ich Sorge habe, nicht genug zu leisten, nehme ich mich an, so wie ich bin.“

Mögliche Varianten für den Selbstannahme-Teil

… akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
… bin ich in Ordnung, so wie ich bin.
… nehme ich mich an.
… darf ich so sein, wie ich bin.

Themen, mit denen Menschen im Rahmen der MET-Arbeit zu mir kommen

MET kann im Rahmen einer therapeutischen oder begleitenden Arbeit bei unterschiedlichen emotionalen und psychischen Themen eingesetzt werden.
Die folgende Übersicht dient der Orientierung und erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ängste, Panik und phobische Reaktionen:

  • Soziale Ängste
  • Akute Angsterlebnisse
  • Höhenangst, Flugangst
  • (Klaustrophobie)
  • Agoraphobie
  • Prüfungsangst
  • Panik in bestimmten Situationen
  • Verlust- und Existenzängste
  • Vermeidungsverhalten

Depressiven Verstimmungen und Erschöpfung:

  • Niedergeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Sinn- und Orientierungskrisen
  • Erschöpfungszustände (z. B. im Kontext von Burnout)

Emotionale Belastungen

  • Trauer und Verlust
  • Wut und Ärger
  • Schuld- und Schamgefühle
  • Eifersucht
  • Resignation
  • Innere Unruhe
  • Überforderung

Belastende Erfahrungen und traumabezogene Themen:

  • Einzelne überwältigende Erlebnisse
  • Langandauernde oder wiederholte Belastungen
  • Traumabezogene Belastungsreaktionen
  • Akute Stress- und Belastungsreaktionen

Zwischenmenschliche Themen:

  • Beziehungskonflikte
  • Familiäre Belastungen
  • Berufliche Spannungen
  • Kommunikationsschwierigkeiten

Selbstwert, innere Muster und Blockaden:

  • Geringes Selbstvertrauen
  • Hinderliche Glaubensmuster
  • Selbstsabotierende Verhaltensweisen
  • Perfektionistische Tendenzen
  • Versagensängste

Körperliche Themen im Zusammenhang mit emotionaler Belastung:

Stressbezogene körperliche Reaktionen

  • Anspannung und muskuläre Belastung
  • Kopfdruck oder stressassoziierte Kopfschmerzen
  • Akut erlebte Rücken- oder Muskelschmerzen im Zusammenhang mit Stress

Schlaf und Erholung:

  • Einschlaf-Schwierigkeiten oder
  • Durchschlaf-Schwierigkeiten
  • Unruhiger Schlaf
  • Belastende Träume

Umgang mit Unverträglichkeiten und Reaktionen:

  • Belastung durch Nahrungsmittelreaktionen
  • Umgang mit saisonalen Beschwerden
  • Umgang mit Hautreaktionen

Suchtnahe Verhaltens-Muster:

  • Rauchen
  • Umgang mit Süßigkeiten- und Heißhungerattacken
  • Konsumverhalten als Stressregulation

Bei Gewichts-Problemen:

  • Emotionales Essen
  • Umgang mit Essverhalten
  • Beziehung zum eigenen Körper

Bei weiteren körperlichen Themen:

  • Themen rund um die Wechseljahre
  • Chronische erlebte Schmerzen
  • Psychosomatische erlebte Symptome
  • Wahrnehmung von Geräuschen und Empfindungen (z. B. Tinnitus)

Wichtiger Hinweis

Wichtiger Hinweis: Bei körperlichen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Die Arbeit mit MET ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

Wissenschaftliche Einordnung und Wirkansätze

Die genauen Wirkmechanismen der MET-Klopftechnik sind Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion und Forschung. Verschiedene Studien untersuchen mögliche Zusammenhänge zwischen Klopftechniken, emotionaler Regulation und Stressverarbeitung.

Amygdala und emotionale Aktivierung

Die Amygdala spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Bedrohung und Angst. Einzelne Untersuchungen deuten darauf hin, dass Akupunktur- bzw. Klopfstimulation mit Veränderungen in stressbezogenen Aktivierungsmustern einhergehen kann.

Stressphysiologie

In Studien zu Klopftechniken wurden Veränderungen von Stressparametern, unter anderem des Cortisolspiegels, beschrieben. Diese Ergebnisse werden weiterhin wissenschaftlich diskutiert.

Bezug zur TCM

Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin werden die genutzten Punkte bestimmten Meridianverläufen zugeordnet. In diesem Modell wird davon ausgegangen, dass emotionale Belastungen mit einer Störung des Energieflusses verbunden sein können.

Neuroplastizität

Das menschliche Gehirn ist in der Lage, neue neuronale Verknüpfungen zu bilden. Psychologische Verfahren, die mit emotionaler Aktivierung und Neubewertung arbeiten, können solche Lernprozesse grundsätzlich nutzen.

Es existieren wissenschaftliche Untersuchungen zu Klopftechniken bei unterschiedlichen Formen emotionaler Belastung. Die Bewertung der Ergebnisse ist Teil laufender fachlicher Diskussion.
Neben der wissenschaftlichen Diskussion stützt sich die MET-Klopftechnik auf langjährige praktische Erfahrungen aus zahlreichen Anwendungen im therapeutischen Kontext.

FAQ zur MET-Klopftherapie

Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Ist die Methode wissenschaftlich anerkannt?

Die MET-Klopftherapie zählt zu den Methoden der energetischen Psychologie. Für verwandte Klopfverfahren – insbesondere EFT – liegen internationale Studien vor, die positive Effekte bei Angst, Stress und traumabezogenen Symptomen zeigen.

In der aktuellen Forschung wird diskutiert, dass die Wirkung möglicherweise über bekannte psychologische und neurobiologische Mechanismen erklärbar ist, beispielsweise über Exposition, Regulation des Nervensystems und Stressreduktion.

Als Heilpraktikerin arbeite ich mit MET auf Basis meiner langjährigen Erfahrung im Bereich Ängste, Phobien und Panikattacken. Die Methode ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, kann jedoch begleitend oder im Rahmen der heilpraktischen Tätigkeit eingesetzt werden.

Die MET-Klopftechnik ist als sanfte Methode konzipiert.

Im therapeutischen Prozess können – insbesondere bei der Bearbeitung belastender Themen – vorübergehend intensivere emotionale Reaktionen auftreten. Diese sind Teil des Verarbeitungsprozesses und werden fachlich begleitet.

In der eigenständigen Anwendung im Alltag steht in der Regel die Stabilisierung und Selbstregulation im Vordergrund. Bei bestehenden psychischen Erkrankungen oder akuten Krisen sollte eine Selbstanwendung jedoch nicht ohne fachliche Rücksprache erfolgen.

Die Geschwindigkeit einer Veränderung ist individuell und hängt unter anderem von der Art des Anliegens, der Dauer der Belastung sowie der persönlichen Verarbeitung ab.

Manche Menschen nehmen bereits nach den ersten Sitzungen eine Veränderung wahr, während bei komplexeren oder länger bestehenden Themen ein längerer Prozess sinnvoll sein kann.

Im Erstgespräch besprechen wir realistisch, welcher Rahmen für Ihre Situation angemessen ist.

Nein.

MET ist eine komplementäre Methode im Rahmen meiner heilpraktischen Tätigkeit und ersetzt keine medizinische, psychiatrische Behandlung.

Bei akuten, schweren oder unklaren Beschwerden sollte eine ärztliche oder fachärztliche Abklärung erfolgen.

Ja! Die Grundtechnik ist relativ einfach zu erlernen.

Für komplexere Themen ist jedoch therapeutische Begleitung sinnvoll.

Nach einer fachlichen Einführung nutzen viele Klienten die Technik unterstützend im Alltag, insbesondere zur Selbstregulation oder Stabilisierung.

Im Rahmen der therapeutischen Arbeit können – insbesondere bei der Bearbeitung belastender Inhalte – vorübergehend intensivere emotionale Reaktionen auftreten. Diese werden fachlich begleitet und eingeordnet.

Schwerwiegende körperliche Nebenwirkungen sind bei sachgemäßer Anwendung nicht bekannt.

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Als MET-Master-Therapeutin® mit über 15 Jahren Erfahrung begleite ich dich einfühlsam bei emotionalen Themen und persönlichen Entwicklungsprozessen.

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Furtenbachstraße 6, 88299 Leutkirch im Allgäu

Weitere fachliche Informationen zur MET-Klopftherapie finden Sie auf der Website der Franke Akademie.