Tabuthema Wechseljahre

am Springbrunnen sitzende Frau in den Wechseljahren

Die Veränderungen kommen schleichend: Irgendwann nimmst du sie bewusst wahr: du schläfst schlechter. Die Periode ist vielleicht wesentlich länger oder sie bleibt auch schon mal aus.  Früher hast du drei Stück Sahnetorte ohne “Spätfolgen”, also Gewichtszunahme, gegessen. Heute entscheidest du dich lieber es bei einem bewenden zu lassen- innerhalb von 14 Tagen! Was ist los? Du bist in der zweiten Lebenshälfte. Die Wechseljahre kündigen sich an.  Entgegen der Meinung einiger Mitmenschen handelt es sich dabei allerdings um eine Lebensphase im Leben einer Frau- nicht um eine Krankheit! Dennoch werden die Wechseljahre gesellschaftlich häufig als Tabuthema angesehen.

Die Wechseljahre und der gesellschaftliche Umgang

Die Wechseljahre werden auch als zweite Pubertät beschrieben. Erleben doch manche Frauen in diesem Zeitraum ebenso eine Achterbahn der Gefühle, wie damals, in der Pubertät.  Damit verbunden sind Begrifflichkeiten, wie: Abnahme oder Verlust der Attraktivität, durch eventuell körperliche Veränderungen, Falten oder graue Haare. Als große Überschrift über den Wechseljahren steht deutliches Zusteuern auf das Alter, endgültiger Abschied davon, der Jugendlichkeit mit Erfolg hinterher hechten zu können. Es bedeutet, der Endlichkeit des eigenen Daseins noch näher ins Gesicht zu sehen. Und viele Menschen  setzten sich ungern mit der Vergänglichkeit auseinander. So ist es nicht verwunderlich, dass die Wechseljahre Tabuthema in der Gesellschaft darstellen. Mit der Fruchtbarkeit, also der Fähigkeit Kinder zu gebären, ist es dann jetzt auch vorbei. Geht man als Frau mit sensiblen Antennen und offenen Augen durch die Welt, ist festzustellen, dass man damit keinen oder nur noch geringen Wert mehr für die Gesellschaft zu haben scheint. Mit dem Eintritt in die Wechseljahre, so scheint es, wird man als Frau, für die Gesellschaft und für die Männerwelt unsichtbar, da man auch nicht mehr gebraucht wird.

Wie du als Frau mit dieser Phase umgehen kannst

Klar, die Wechseljahre krempeln das Leben als Frau noch einmal ordentlich um. Und damit sind auch, in unterschiedlicher Intensität, eventuell körperliche und seelische Empfindungen verbunden, wie z.B. Stimmungsschwankungen, Unsicherheit und langsame Einstellung der Periode. Also Dinge, die man eher negativ sehen und empfinden kann. Aber man kann die zweite Lebenshälfte ja auch positiv betrachten und offen sein, für die Dinge, die noch kommen. Das ist nämlich auch die Zeit, in der nochmal nicht abgeschlossene Themen aufkommen, und betrachtet werden sollen und wollen. Sie sollten abgeschlossen werden, damit Platz ist für Neues. Es ist also abhängig von deiner Sichtweise und deinen Einstellungen, ob du dir gestattest vom offensichtlichen Mangel, durch die Einschränkungen, in die Fülle zu gehen. Der Reichtum könnte sein, mehr Zeit für dich zu haben. Oder für Menschen, die dir Freude bereiten. Für Dinge, die dir am Herzen liegen. Sei dir dabei deiner Eigenverantwortung bewusst:

DU bist der Kapitän am Steuer deines Lebens.

Auch wenn es noch so unbequem ist:  Tatsächlich ist es so, dass du niemanden für die Erlebnisse in deinem Leben verantwortlich machen kannst, außer dich selbst. Und deine Einstellung zu dem Tabuthema Wechseljahre kannst du ebenfalls ändern- sofern sie dir bewusst ist.

Ja es ist eine herausfordernde Phase, die Zeit der Wechseljahre. Und hast vielleicht manchmal Kreislaufschwierigkeiten, oder Ängste, die aufkommen. Dass du dich dabei unwohl fühlst ist in Ordnung und darf sein. Aber vielleicht halten die Beschwerden nicht den ganzen Tag an. Dann verwöhne dich doch, in diesem Moment, mit deinem Lieblingstee und schon sieht die Welt ein bisschen besser aus.

Ein Indianer erzählt seiner Enkelin:

Im Leben gibt es zwei Wölfe, die miteinander kämpfen:

Der eine ist Angst, Hass und Kampf.
Der andere ist Liebe, Vertrauen und Hoffnung

Das Mädchen fragt, welcher Wolf gewinnt?

Der alte Mann antwortet:

“Der, den du fütterst…..”

Ändere deine Einstellung

Es also abhängig von deiner Perspektive und deinen Einstellungen, ob du, während der Wechseljahre, der Meinung bist, im Mangel zu leben.  Oder ob du die Fülle fühlst und siehst, die dir das Leben bietet.

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Der Reichtum, den du dazu gewinnen kannst, ist: mehr Zeit für dich. Anfänglich ist es etwas ungewohnt, dass du jetzt den Fokus so auf dich lenkst, aber mit regelmäßiger Übung wirst du besser darin werden. Du kannst dich endlich mit Tätigkeiten oder Themen beschäftigen, die dir wichtig sind und dir Freude bereiten. Oder du machst anderen Menschen eine Freude.

Häufige Suchanfragen:

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